Kategorien-Archiv Wissensmanagement

VonJochen Robes

GfWM, Das Kuratierte Dossier: Beitrag

Heute erreicht mich die Nachricht, dass die neue Ausgabe des Kuratierten Dossiers, einer Publikationsreihe der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), erschienen ist. Schwerpunkt dieser Ausgabe ist „Knowledge and Co-Creation“. Johannes Starke und ich sind gebeten worden, unter diesem Gesichtspunkt die Entstehung unseres CLC-Buches, „Gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen“ (2026), noch einmal zu reflektieren. Was wir natürlich sehr gerne getan haben.

„Der Beitrag beschreibt ein Buchprojekt der Corporate Learning Community (CLC) als Co-Creation-Experiment im Kontext von Wissensmanagement und CommunityLernen. Am Beispiel eines gemeinschaftlich erarbeiteten Buches zum 15-jährigen Bestehen der CLC wird gezeigt, wie individuelle Erfahrungen und Reflexionen rund um die Aktivitäten der CLC zu gemeinsamem Wissen verdichtet wurden. Schreiben wird dabei als Lernprozess verstanden – für Einzelne wie für die Community insgesamt. Der Artikel reflektiert zudem Herausforderungen kollaborativer Wissensarbeit am Beispiel des CLC Buchprojekts. Abschließend wird Co-Creation als kulturelle Praxis eingeordnet, aus der sich übertragbare Empfehlungen für andere Community- und Wissensprojekte ableiten lassen.“
Jochen Robes und Johannes Starke: Wissen gemeinsam erschreiben. Ein Buchprojekt der Corporate Learning Community, in: Das Kuratierte Dossier Bd. 8 „Knowledge and Co-Creation“, 2026, S. 72-78 (pdf) 

VonJochen Robes

Magazin „neues lernen“: Interview

Mit Gudrun Porath habe ich mich vor einiger Zeit zum Thema „Wissensmanagement“ ausgetauscht. Jetzt ist dieser Artikel entstanden, in dem sie viele Stichworte zum Thema aufnimmt. Ihr Einstieg: Durch den demografischen Wandel und das Ausscheiden der Babyboomer aus dem Arbeitsprozess geht Wissen verloren. Vor allem Erfahrungswissen. Das sollte Wissensmanagement auf die Tagesordnung setzen und zu einer strategischen Aufgabe machen. Führungskräfte spielen dabei eine wichtige Rolle. Und Technologien, allen voran die KI, können helfen.

Das funktioniert jedoch in der Praxis mehr schlecht als recht. Meist werden Unternehmen gar nicht oder zu spät aktiv. Von der Einbettung eines kontinuierlichen Erfahrungsaustauschs im Arbeitsalltag ganz zu schweigen. Im Artikel werden diese Beobachtungen durch verschiedene Konzepte und zahlreiche Beispiele gestützt. Am Ende folgen sechs Empfehlungen für die Praxis, die ich auch mit gutem Gewissen unterschreiben kann:

„1. Priorisieren statt alles erfassen … 
2. Implizites Wissen sichtbar machen … 
3. Tools sinnvoll einsetzen …
4. Verantwortung klären …
5. Teilhabe ermöglichen …
Wissen zu teilen muss einfach sein – technisch und sozial. Eine offene Lernkultur, niederschwellige Formate und regelmäßiger Austausch schaffen Vertrauen und senken Hemmschwellen.
6. Wirkung reflektieren …“
Gudrun Porath, Haufe.de, 1. August 2025